Kategorie:Nachhaltige Entwicklung

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Klimawandel, Umweltverschmutzung, zu hoher Ressourcenverbrauch, Artensterben, weltweite soziale Ungerechtigkeit, Armut und Hunger sind nur einige der zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Sie können hinsichtlich Ursachen und Lösungsmöglichkeiten nicht isoliert betrachtet werden, sondern bedingen sich oftmals oder haben dieselben wesentlichen Einflussfaktoren. Unsere Lebensstile und unsere Art zu wirtschaften gefährden unsere Lebensgrundlagen und vor allem die der zukünftigen Generationen. Darüber besteht seit Anfang der 1990er Jahre auch politische Einigkeit. 1987 fordert eine Kommission der Vereinten Nationen im sogenannten Brundlandt-Bericht (Titel: „Our Common Future“) eine politische und wirtschaftliche Neuausrichtung. Dahinter steht der Gedanke der nachhaltigen Entwicklung [1].

Der Begriff der Nachhaltigkeit ist nicht neu. Ursprünglich stammt das Wort „Nachhaltigkeit“ aus der Forstwirtschaft. Hans-Karl von Carlowitz (Oberberghauptmann am kursächsischen Hof in Freiberg, Sachsen) erkannte bereits 1713, dass man nur so viel Holz im Wald schlagen sollte, wie durch das Pflanzen und Säen neuer Bäume wieder nachwächst [2]. Der Grundgedanke dieses Prinzips ist auch heute noch der Kern von Nachhaltigkeit. Gemeint ist, dass Teile der Menschheit nicht auf Kosten von Menschen in anderen Regionen der Welt oder auf Kosten von zukünftigen Generationen leben sollten. Vielmehr muss eine lebenswerte Existenz für alle ermöglicht werden, und das unter Beachtung von ökologischen Grenzen und sozialem Miteinander – global, gegenwärtig und zukünftig. Nachhaltige Entwicklung bezieht sich also sowohl auf eine intakte Umwelt, als auch auf eine funktionierende Wirtschaft und Gesellschaft [3] Soziales.

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Der Landesjugendring Baden-Württemberg sieht die sozialen und ökologischen Komponenten der nachhaltigen Entwicklung als Leitplanken der wirtschaftlichen Entwicklung, die nicht durch kurzfristige monetäre Interessen verschoben werden dürfen [4]. Das bedeutet, dass wirtschaftliche Interessen sich in einem sozial und ökologisch verträglichen Rahmen bewegen müssen.

Da das Ziel einer vollkommen nachhaltigen Gesellschaft schwer erreichbar ist, spricht man eher von nachhaltiger Entwicklung. So soll zum Ausdruck gebracht werden, dass es sich um einen Prozess handelt, mit dem man sich auf den Weg zum Ideal machen möchte.

Achtung: der Begriff „nachhaltig“ wird heute inflationär und schwammig verwendet. Häufig steht er einfach anstelle von „langfristig“ und bezieht sich auf alle möglichen Entwicklungen, die mit den oben genannten Zielen nichts gemeinsam haben.

Mehr Informationen findest du hier:  www.ljrbw.de/bausteine.net/f/6579/Nachhaltigkeitskonzeptionen_Doku.pdf?fd=0%20

 


[1] http://www.bne-portal.de/was-ist-bne/grundlagen/nachhaltigkeitsbegriff/

[2] http://www.nachhaltigkeit.info/artikel/definitionen_1382.htm?sid=43cb65687ade1d4c03e5d60c34e847

[3] http://www.bne-portal.de/was-ist-bne/grundlagen/nachhaltigkeitsbegriff/

[4] http://www.ljrbw.de/bausteine.net/f/6439/121206_Positionspapier_Nachhaltigkeit_WEB.pdf?fd=3

 

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